Gut und gesund versichert

Wer den gesetzlichen Bestimmungen nach den Wechsel in eine Private Krankenversicherung vollziehen kann, der sollte diese Option nicht leichtfertig verwerfen, sondern kritisch kalkulieren, welche finanziellen und sonstigen Effekte eine Wechsel aus dem gesetzlichen Krankenversicherungsschutz haben wird und wie diese im Einzelfall zu bewerten sind. Denn gerade bei Bezieher von höheren Einkommen kann ein Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) finanzielle Vorteile bringen, die zusätzlich durch bessere Leistungen und eine bevorzugte Behandlung bei den Ärzten oder in Krankenhäusern aufgewertet wird. Allerdings sollte man nicht blind wechseln, sondern aus der Vielzahl der verschiedenen Anbieter und Tarife den für sich passenden heraussuchen. Ein PKV Vergleich kann dabei entweder über den Weg vollzogen werden, sich die Informationen der einzelnen Anbieter per Post kommen zu lassen, dieses kostet vor allem Zeit und Porto und benötigt dann Durchhaltevermögen, um aus den vielen Werbebotschaften die relevanten Eckdaten zu ziehen und diese zu einem Vergleich aufzulisten, oder man nutzt die Errungenschaften der modernen Kommunikation, also vor allem das Internet, um einen Anbieter für PKV-Vergleiche vorzuschalten, der anhand von einigen Eckdaten über den Versicherten die Angebote und Tarife vorselektiert und eine Auswahl trifft, die sich dann bereits näher am eigenem Bedarf orientieren. Hierdurch lässt sich der nahezu unüberschaubare Markt sondieren und im Vorfeld die Anzahl der in Frage kommenden Tarife eingrenzen, wodurch Kosten und Zeit gespart werden und die Auswahl sinnvoll reduziert und eingegrenzt wird. Mit diesem Basiswissen kann man sich dann gezielt auf einen freien Versicherungsmakler einlassen der weitergehende Informationen hat und eine richtige fachliche Beratungen einfordern. So kann eine sichere Entscheidung für oder gegen die PKV und für einen bestimmten Anbieter und Tarif gefällt werden. Denn gerade für die Versicherung der eigenen Gesundheit sollte man den für sich am besten geeigneten Anbieter finden, um nicht nur kurzfristig, sondern auf Dauer  gut versichert zu sein und zu bleiben.

Pensionskassen – die betriebliche Rentenversicherung

Aufgrund demographischer Veränderungen und hoher Arbeitslosenzahlen, ist das Modell der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland zukünftig keine ausreichende Vorsorge für den Ruhestand. Die jetzige Arbeitergeneration muss sich ein zweites finanzielles Standbein für den Ruhestand schaffen, um im Alter nicht in finanzielle Engpässe zu geraten. Eine solche Möglichkeit bietet die betriebliche Rentenversicherung. Hierbei ist speziell das Modell der Pensionskassen hervorzuheben. Es basiert auf einer Finanzierung durch Entgeltumwandlung oder als zusätzliche Leistung durch den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber schließt Rentenversicherungen bei der Pensionskasse für seine Angestellten ab. Dies hat für ihn nur Vorteile. Er muss sich um nichts kümmern, wird von den Zahlungen an den Pensionssicherungsverein befreit und muss auch die Versicherungsbeiträge nicht selbst finanzieren. Dies  übernehmen die Angestellten selbst, indem sie auf einen Teil ihres Bruttogehaltes zu Gunsten der betrieblichen Altersvorsorge verzichten. Da sie weniger Gehalt erhalten müssen sie dementsprechend weniger Lohnsteuer bezahlen. Des Weiteren können die versicherten Personen selbst zwischen einer fondgebundenen und einer klassischen Rentenversicherung entscheiden. Mit Erreichen des Rentenalters kann der Angestellte sich für eine einmalige Kapitalzahlung oder eine lebenslange monatliche Betriebsrente entscheiden.

Riester Rente – nicht für jeden sinnvoll

Die Riester Rente gilt allgemein als attraktive Form der privaten Altersvorsorge.  Zulagen winken, da greift der Sparer gern zu. Bevor man sich jedoch auf einen Riester-Vertrag festlegt, sollte man unbedingt vorher die persönlichen Voraussetzungen betrachten und diese mit den notwendigen Bedingungen für die Förderung und Auszahlung der Riester Rente abgleichen. Neben den momentanen persönlichen Voraussetzungen können eine Menge weiterer Parameter die Rendite auf Dauer beeinflussen. Der dauerhafte Erhalt der Zulagen zur Riester Rente ist darüber hinaus mit ganz bestimmten Bedingungen verknüpft, und derer finden sich zahlreich in den Bestimmungen über die Förderungsfähigkeit.

Zunächst einmal muss der eigene Beitrag hoch genug sein, um die volle Förderung ausschöpfen zu können. Die Kinderzulage gibt es nur für Kinder, für die Kindergeld bezogen wird. Für Singles kann es vor der Riester Rente zahlreiche andere Vorsorgeformen, die eher in Betracht kommen, vor allem, wenn die Einkünfte nicht allzu hoch sind. Bei Verheirateten kommt  die Unsicherheit über Entwicklungen in der Zukunft hinzu. Nicht jede Lebenssituation bleibt bis zur Rente in Stein gemeißelt, familiäre Veränderungen wie z.B. Scheidungen sind heute ja nicht mehr selten. bei Kündigung des Vertrags müssen die Zulagen zurück gezahlt werden. Stirbt der Sparende vor Eintritt des Rentenalters, kann nur der Ehepartner dessen Zulagen übernehmen und dies auch nur in einen eigenen Riester Vertrag. Geschwister oder Kinder können das nicht. Auch Auswanderungsgedanken sprechen gegen den Riester Vertrag. Wer heute bereits plant, den Lebensabend auf Mallorca zu verbringen, für den bringt Riestern gar nichts – wird später der Hauptwohnsitz ins Ausland verlagert, müssen die Zulagen sämtlich zurückgezahlt werden. Aus diesen Gründen sollte man es sich gut überlegen, bevor man diese Form der Altersvorsorge wählt.